Konzert für 2 Trompeten und Orgel

Sonntag, den 15.05.2011 um 20:00 Uhr

Wunderbarer musikalischer Eindruck

 

KONZERT „Königin der Instrumente“ durch den herrschaftlichen Klang der Trompeten verstärkt

 

Dem Förderverein Orgelmuseum Franziskanerkirche e.V. war es gelungen, den Organisten Michael Pollwein und die Trompeter Matthias Schäffer und Rupert Hochholzer für das Konzert zur Saisoneröffnung zu gewinnen. Neben den barocken Werken für Trompeten und Orgel, die den Rahmen des Konzertes bildeten, spannten die Orgelstücke den Bogen bis in die Moderne.

Michael Pollwein zeigte auf allen vier Orgeln, die im Museum aufgestellt sind, dass er die unterschiedlichen Instrumente meisterhaft beherrscht. Die Orgeln stammen aus unterschiedlichen Epochen und sind mit verschiedenen Techniken ausgestattet. Nicht nur durch die Auswahl der Solostücke gelang es Pollwein, den besonderen Charakter der jeweiligen Orgeln herauszustellen, er arbeitete auch durch geschickte Registrierung die besonderen Klangfarben der Instrumente heraus. Die filigrane Komposition der barocken „ Sonate in F-Dur“ des Italieners Giovanni Battista Martini machte Pollwein durch spielerische Brillianz auf der Köferinger Orgel transparent, stellte gekonnt auf der Allersdorfer Orgel (mechanische Schleifladenorgel) „Fantasie und Fuge B-Dur des Franzosen Alexandre Pierre François Boëly vor und ließ sich bei der überlegenen Interpretation des „Arcadian Idyll“ des Engländers Edwin Henry Lemare nicht beirren, als sich plötzlich an virtuoser Stelle die untere Abdeckung des Spieltisches der pneumatischen Geiselhöringer Orgel „selbständig“ machte und das Pedalspiel der Füße behinderte. Besonders am Herzen lag Pollwein die Interpretation der Choralpartita „Lobe den Herren“ von Ernst Fuchs-Schönbach. Michael Pollwein - nicht nur studierter Konzertorganist mit Meisterklassenabschluß (bei Professor Schnorr), sondern zugleich Musiklehrer am Gymnasium in Viechtach - widmet sich dem musikalischen Nachlass des Niederbayerischen Komponisten Fuchs-Schönbach. Fuchs-Schönbach wurde 1894 in Schönbach (heute Gemeinde Drachselsried) geboren, ging in Passau zur Schule, studierte in Regensburg Kirchenmusik, wurde 1918 Chorregent in Viechtach und starb dort 1975. Mit Verve spielte Pollwein dessen Choralpartita, wobei einerseits der Choral immer transparent blieb und andererseits die technischen Möglichkeiten der Registerkombinationen der Brucker Orgel voll ausgeschöpft wurden.

In perfekter Abstimmung zum Orgelspiel zeigten die beiden Trompeter ihr Können, ob bei Antonio Vivaldis „Konzert für 2 Trompeten und Orgel in C-Dur“ oder der „Ankunft der Königin von Saba“ von Georg Friedrich Händel. Mit Strahlkraft im Ton musizierten Matthias Schäffer und Rupert Hochholzer auf ihren Instrumenten. Beiden gelang es, die Akustik des Raumes zu nutzen und die Klangfarben der Orgel als „Königin der Instrumente“ durch den herrschaftlichen Klang der Trompeten zu verstärken. Gelegentliche Intonationsschwächen von Rupert Hochholzer trübten den wunderbaren musikalischen Eindruck nicht.

Christian Hopfner

Hier finden Sie uns:

Museumsbesuch:

Am Kirchensteig 4 
93309 Kelheim

Anfahrtsbeschreibung

 

Postanschrift:

Stadtknechtstraße 10

93309 Kelheim
) 09441 5508

4 09441 176490
info@orgelmuseum-kelheim.de

demnächst:

1. April bis 31. Oktober